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Grönland erhält mehr Autonomie

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Grönland erhält mehr Autonomie

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Mit einer feierlichen Zeremonie im Parlament und Volksfesten haben die Grönlander die Erweiterung ihrer Autonomie gegenüber der früheren Kolonialmacht Dänemark gefeiert. In der Hauptstadt Nuuk überreichte die auf der Polarinsel sehr populäre dänische Königin Margrethe II. Parlamentspräsident Josef Motzfeldt das erste Exemplar des mit Dänemark ausgehandelten Gesetzes über die Selbstverwaltung. Motzfeldt bedankte sich bei allen Anwesenden und hieß sie zu diesem für Grönland besonderen Tag willkommen.

Er leite den Beginn der Selbstverwaltung ein. Motzfledt bedanke sich im Namen des grönländischen Volkes, des Parlaments und der Regierung. Mit dem neuen Gesetz wird der Status der 56.000 Grönlander als eigenes Volk und ihr Recht auf völlige staatliche Selbstständigkeit und Grönländisch als offizielle Landessprache festgeschrieben. Die in eine grönländische Nationaltracht gekleidete Königin aus Kopenhagen sagte, es sei auch wichtiger Tag für sie selbst. Die Regierung in Nuuk hatte bereits seit 1979 einen halbautonomen Status. In Zukunft kann Kopenhagen nur noch über die Sicherheits-, Außen- und Geldpolitik für Grönland bestimmen.

Dänemark verzichtet auch auf Ansprüche auf die riesigen und bisher nicht erschlossenen Bodenschätze der Arktikinsel.