Eilmeldung

Eilmeldung

Irans Opposition ruft zur Trauer auf

Sie lesen gerade:

Irans Opposition ruft zur Trauer auf

Schriftgrösse Aa Aa

Im Iran will die Opposition weiter gegen das umstrittene Ergebnis der Präsidentenwahl protestieren. Zugleich räumte der Wächerrat Unregelmäßigkeiten ein.

Nach dem Tod eines jungen Mädchens forderte der unterlegene Präsidentschaftsbewerber Mir Hussein Mussawi Polizei und Milizen zur Zurückhaltung auf. Auf seiner Internetseite rief er zur Trauer auf. Demonstranten sollten schwarze Kerzen anzünden, Autofahrer ihre Scheinwerfer einschalten, so junge Oppositionsanhänger. Die iranische Regierung verbat sich erneut jede Einmischung und erwägt die Ausweisung westlicher Diplomaten. Der Iran könne seine internen Angelegenheiten allein lösen, so ein Sprecher des Außenministeriums. Es sei nicht akzeptabel, dass westliche Mächte und Medien Anarchismus und Vandalismus verbreiteten. Der Wächterrat hatte in 50 Städten mehr Stimmen als Wahlberechtigte gezählt. Das ist knapp ein Drittel der überprüften Wahlkreise. In den Stdten hatte Mussawi die meisten Anhänger. Bei den Protesten am Samstag waren laut offiziellen Angaben zehn Demonstranten getötet und mehr als 450 festgenommen worden, darunter auch Angehörige des Ex-Präsidenten Rafsanschani. Sie sind inzwischen wieder frei.