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Unterhaus wählt neuen Präsidenten

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Unterhaus wählt neuen Präsidenten

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Das britische Unterhaus bekommt heute einen neuen Präsidenten. Der bisherige, Michael Martin, ist dem Spesenskandal im Parlament zum Opfer gefallen: Viele Abgeordnete waren unzufrieden mit seinem unsensiblen Umgang mit der Affäre. Gestern war sein letzter Tag – der erste Speaker seit über dreihundert Jahren, der gehen musste.

Um seine Nachfolge bewerben sich zehn Abgeordnete. Die Buchmacher sehen Margaret Beckett von der regierenden Labour-Partei vorn, unter anderem schon einmal Außenministerin. Sie ist aber ebenso wie andere der Bewerber mit umstrittenen Abrechnungen in die Spesenaffäre verwickelt. Obwohl sich der Spesenskandal auf alle großen Parteien erstreckt, trifft er die ohnehin angeschlagene Labour-Regierung von Gordon Brown besonders stark. Bei einer Wahl hätte Brown derzeit keine Chance: Noch kann er warten, aber spätestens in einem Jahr muss er wählen lassen.