Eilmeldung

Eilmeldung

Machtkampf geht weiter

Sie lesen gerade:

Machtkampf geht weiter

Schriftgrösse Aa Aa

Im Iran geht der Machtkampf weiter. Das geistliche Oberhaupt der Iraner, Ajatollah Chamenei, verschob die Veröffentlichung des offiziellen Präsidentschaftswahl-Ergebnisses um fünf Tage. Damit reagierte er auf eine Bitte des Wächterrats. Das Gremium wolle in der Zeit letzte Unstimmigkeiten ausräumen, hieß es. Eine Annulierung der Wahl hat der Rat bereits ausgeschlossen. Mahmud Amadinedschad soll zwischen Ende Juli und Mitte August wieder ins Amt eingefürt werden. Das Lager des unterlegenen Kandidaten Mir Hussein Mussawi hatte einen Bericht über Fälschungen angekündigt.
 
Nach Teheran hat auch London zwei Diplomaten ausgewiesen. Die Beziehungen zu Deutschland und Frankreich will das Regime überdenke. Im Staatsfernsehen sagen angeblich verhaftete Demonstranten, sie seien vom persischen Dienst der BBC und der Voice of America aufgehetzt worden. Die Zusammenarbeit mit beiden Diensten ist per Gesetz verboten. Mehrere Journalisten wurde festgenommen. So wie hunderte Demonstranten. An ihnen würden Gerichte ein Exempel statuieren, drohte ein hochrangiger Justizbeamter. Trotz des Versammlungsverbots protestierten hunderte Ahmadinedschad-Anhänger vor der britischen Botschaft. Die Polizei griff nicht ein.