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Neue Proteste im Iran

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Neue Proteste im Iran

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Rund 1.000 Oppositionelle haben wieder in Teheran protestiert. Trotz Einschüchterungsversuchen der iranischen Regierung und eines Demonstrationsverbotes.

Sie protestierten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Achmedinedschad. Revolutionsgarden und die brutalen Basidsch-Milizen patroullierten in den Straßen. Sie drohten, mit aller Härte gegen die Demonstranten vorzugehen. Verlässliche Informationen gibt es aus Teheran nicht. Journalisten werden an der Berichterstattung gehindert. Nur Handybilder und Informationen aus dem Internet sind verfügbar, die Quellen unklar. Die Anzeichen für einen Machtkampf innerhalb der Regierung verdichten sich. Am Samstag waren bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei mindestens 10 Menschen getötet worden. Darunter wohl auch die 19-jährige Neda. Sie sei im Familienkreis beigesetzt worden, hiess es. Die Vorsitzende des Nationalen Widerstandsrates des Iran Maryam Rajavi sagte in Paris: “Die Welt war Zeuge der letzten Minuten der jungen Neda, die von den Revolutionsgarden in Nord-Teheran erschossen wurde. Ihr Vater war bei ihr, sagte sie brauche keine Angst zu haben. Die Menschen haben die Straße nach Neda benannt.” Wegen der anhaltenden Kritik des Westens am Vorgehen Teherans, erwägt der Iran die Ausweisung europäischer Diplomaten. Auch derer aus Deutschland.