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Neuer Präsident für britisches Parlament

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Neuer Präsident für britisches Parlament

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Nach wochenlangen Skandalen um Spesenabrechnungen hat das britische Parlament einen neuen Präsidenten gewählt. John Bercow heißt der konservative Abgeordnete und 322 Parlamentarier wählten ihn. Mehr als die notwenigen 50 Prozent. Der mit seinen 46 Jahren noch als Jungspund geltende Politiker muss nun als “Speaker” des Unterhauses das Ansehen der ramponierten Kammer wiederherstellen. Das Parlament war wegen des Skandals um falsch abgerechnete Spesen seiner Abgeordneten in eine schwere Krise gestürzt.

Auch Bercow hat keine ganz weiße Weste. Er hat keine Kapitalsteuer auf eine Wohnung bezahlt und seinen Steuerberater mit Staatsgeldern entlohnt. Doch er hat den Schaden behoben. Und nun ist er der 157. “Speaker” im sogenannten House of Commens. Er ist der erste Tory auf dem Posten seit 17 Jahren. Sein Vorgänger Michael Martin war seit 2000 im Amt und mußte im Zuge des Spesenskandals seinen Hut nehmen. Es war das erste Mal seit 300 Jahren, dass ein Speaker aus dem Amt gejagt wurde.