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Neues französisches Kabinett zu erster Sitzung zusammengekommen

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Neues französisches Kabinett zu erster Sitzung zusammengekommen

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Das neue französische Kabinett ist in Paris zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Am Vortag hatte Präsident Nicolas Sarkozy seine Regierung umgebildet, und dies in weit größerem Ausmaß als erwartet. Für eine Überraschung sorgte er mit der Ernennung von Frédéric Mitterrand zum Kulturminister. Der Schriftsteller und Filmemacher ist ein Neffe des einstigen sozialistischen Präsidenten François Mitterrand. Weitere Änderungen gibt es unter anderem im Justiz- und Innenressort. Neuer Innenminister wird Brice Hortefeux, der bisherige Arbeitsminister. Der sehr konservative Politiker ist ein langjähriger Freund Sarkozys. Die bisherige Justizministerin Rachida Dati verlässt das Kabinett – im Streit; ihre Entlassung hatte Sarkozy vor Monaten angekündigt. Sie wurde ins Europaparlament gewählt. Ihre Stelle im Kabinett wird künftig Michèle Alliott-Marie einnehmen, die bisherige Innenministerin. Der Staatssekretärin Rama Yade entzog Sarkozy die Zuständigkeit für Menschenrechte. Auch mit ihr hatte es Streit gegeben. Sie ist künftig für den Sport zuständig. Der Posten für Menschenrechte im Außenministerium wurde abgeschafft. Das entspricht dem Wunsch von Außenminister Bernard Kouchner, der wie andere Schwergewichte dem Kabinett von Premierminister François Fillon weiterhin angehört.