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Proteste gehen trotz Sicherheitsaufgebot weiter

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Proteste gehen trotz Sicherheitsaufgebot weiter

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Im Iran ist es wieder zu Protesten gekommen. Rund 200 Menschen versammelten sich im Süden von Teheran. Unklar bleibt,ob es dabei zu Ausschreitungen kam. Unbestätigten Berichten zufolge setzten Sicherheitskräfte Tränengas ein. Es soll auch Verletzte geben. Laut den Angaben wurden mehrere Menschen festgenommen. Andere Quellen sprechen von einer friedlichen Demonstration.

Unterdessen lehnte der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei einen Kompromissvorschlag der Opposition ab. Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hatte sich dafür eingesetzt, eine unabhängige Kommission zu beauftragen, die Wahlergebnisse zu überprüfen. Chamenei verwies auf die geltenden Gesetze, wonach nur der Wächterrat diese Aufgabe übernimmt. Dieser kündigte an, die Ergebnisse weitere fünf Tage zu überprüfen und nicht wie geplant, die Endresultate heute zu veröffentlichen.

Der Wiederwahl Achmadinedschads zum Präsidenten hatte zu tagelangen Massenprotesten geführt. Mindestens 17 Menschen kamen dabei ums Leben. Großayatollah Hussein Ali Montazeri rief die Iraner zu einer dreitägigen Trauer auf, um die bei den Protesten Getöteten zu ehren.