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Wächterrat überprüft weiter Wahlergebnisse

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Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat im Streit um das Wahlergebnis zur Einhaltung der geltenden Gesetze aufgerufen. Diese sähren vor, dass nur der Wächterrat die Wahlergebnisse überprüft und kein anderes Gremium. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mussawi hatte vorgeschlagen, ein unabhängiges Gremium zu schaffen. Der Wächterrat will nun weitere fünf Tage die Ergebnisse überprüfen. Dafür müsse es doch einen spezifischen Grund geben, meint ein Iraner. Sie hätten etwas gefunden und würden dem nun nachgehen. Wenn der Rat unparteiisch wäre, könnte er der Krise ein Ende setzen, erklärte eine Einwohnerin. Er sollte sich neutral verhalten. Sie sei hoffnungsvoll, dass in den nächsten Tagen eine Lösung gefunden werde.

Ein massives Aufgebot der iranischen Sicherheitskräfte verhindert bisher weitere Proteste. Unterdessen rief Großayatollah Hussein Ali Montazeri die Iraner zu einer dreitägigen Trauer auf, um die bei den Protesten Getöteten zu ehren. Bei den Massenprotesten der letzten Tage waren 17 Menschen ums Leben gekommen. Aber auch Achmadinedschad-Anhänger gehen auf die Straßen und demonstrieren für den wiedergewählten Präsidenten wie hier vor der britischen Botschaft.