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Ahmadinedschad warnt Obama

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Ahmadinedschad warnt Obama

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Der iranische Präsident Mahmud Ahamadinedschad hat US-Präsident Barack Obama aufgefordert, sich für seine Kritik am brutalen Vorgehen gegen die Opposition zu enschuldigen. Er solle nicht die Fehler seines Vorgängers George W. Bush wiederholen, so Ahmadinedschad. Zur Siegesfeier Ahmadinedschads kam gestern nur ein Drittel der geladenen Angeordneten. Viele befinden sich aber auch im Wahlkreis.

Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi – bis zur Wahl ein Mitglied des Establishments – beklagte im Internet steigenden Druck. Seine Zeitung wurde geschlossen, 25 Autoren seiner Website festgenommen. Für morgen haben seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Andenken an die erschossene Neda Ballons steigen zu lassen. Eine für heute geplante Kundgebung wurde abgesagt. Bei den Protesten gegen das umstrittene, offizielle Ergebnis der Wahl waren mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden festgenommen, darunter auch rund 70 Akademiker, die sich mit Mussawi getroffen hatten. Der Teheraner Kommandeur der Revolutionsgarden sagte, seine Truppen hätten die Ruhe wieder hergestellt. Für mehr als eine Million junger Menschen – eine treibende Kraft hinter den Protesten – begannen die Hochschul-Zulassungstests. Zwei Drittel der Studentinnen sind Frauen, oft werden sie brutal unterdrückt. Für ihre Rechte war vor allem Mussawis Frau, die Professorin Zahra Rahnaward, eingetreten.