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Parlamentarische Versammlung des Europarats fordert mehr Rechte für Vertriebene im eigenen Land

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Parlamentarische Versammlung des Europarats fordert mehr Rechte für Vertriebene im eigenen Land

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Von der Öffentlichkeit meist vergessen, leben sie seit Jahren in provisorischen Unterkünften, in Armut: Europas Langzeitvertriebene. Menschen, die vor 15 oder 30 Jahren ihr Heim zum Beispiel wegen ethnischer Konflikte verloren und Flüchtling im eigenen Land sind. Die Parlamentarische Versammlung des Europarats drängt dessen Mitgliedsstaaten, mehr zur Lösung des Problems zu tun.

“Das sind Leute, die mitten unter uns leben, das sind Europäer, über die wir da reden. 2,5 Millionen Menschen, die in den Grenzen Europas leben, und die die selben Rechte genießen sollten wie Du und ich: Unterkunft, Schulen für ihre Kinder, Krankenhausbehandlung, wenn es nötig ist, und das Recht zu wählen, wen sie wählen wollen”, klagt Tina Acketoft vom Flüchtlingskomitee der Versammlung. In elf der 47 Mitgliedsstaaten stellt sich das Problem. Walter Kälin von den Vereinten Nationen: “Wir haben da zwei Brennpunkte in Europa: Einer im Südkaukasus – Georgien und Aserbeidschan – der andere bleibt der Balkan: Bosnien, Serbien, das Kosovo. Dort haben wir festgefahrene Konflikte. Die Menschen sollen zurückkehren, aber das können sie nicht. Sie sollten ein normales Leben führen können, aber viele wohnen immer noch in sehr schlechten Gemeinschaftsunterkünften am Rande der Gesellschaft.” Die Parlamentarische Versammlung fordert die Staaten auf, den internen Vertriebenen gleiche Rechte, Arbeit und Wohnung zu sichern wie ihren Landsleuten – und langfristig die Konflikte anzugehen, die zu ihrer Vertreibung führten.