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Proteste im Iran gehen weiter

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Proteste im Iran gehen weiter

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Immer weniger Menschen demonstrieren in Teheran. Vor der Staatsgewalt haben sie Angst. Mir Hussein Mussawi will weitere Opfer bei Protesten gegen die Präsidentenwahl vermeiden und setzt auf Verhandlungen. Der Oppostionsführer traf sich mit dem früheren Präsidenten Rafsandschani. Beide wollen den Konflikt um die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinenschad beilegen.

Seit Beginn der Massenproteste vor zwei Wochen, sind 17 Menschen getötet worden. Prominentestes Opfer ist die 18-jährige Neda, die von Milizen erschossen worden sein soll und zur Ikone der Widerstandsbewegung wurde. Iranische Hardliner lehnten Forderungen Mussawis nach einer Wiederholung des Urnenganges wegen Wahlbetrugs ab. Irans oberster Führer Ajatollah Chamenei verweigerte sogar eine unabhängige Kommission, die die Wahlergebnisse überprüft. Beim Besuch der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi im Europaparlament, rief Europa Teheran zur Mäßigung auf. Das die EU oder einzelne Mitgliedstaaten sich in die iranischen Wahlen eingemischt hätten, sei haltlos und inakzeptabel, hieß es. Diese Einmischung aber wirft Teheran vor allem Großbritannien vor. Iraner protestierten in Brüssel gegen das Teheraner Regime und fragten: Wo ist meine Stimme?