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Weiterer Schlag gegen ETA

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Weiterer Schlag gegen ETA

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In einer Gemeinschaftsoperation ist der spanischen und französischen Polizei ein weiterer Schlag gegen die ETA gelungen. In der Nähe von Paris wurden zwei mutmaßliche Mitglieder festgenommen. Wie aus Madrider Polizeikreisen verlautete, handelte es sich bei den Verhafteten um den Chef des Informationsapparats der ETA und um dessen Stellvertreterin. Sie werden verdächtigt für das Auskundschaften von potentiellen Zielen für Terroranschläge verantwortlich gewesen zu sein. Damit feierte die Polizei ihren 47. Fahndungserfolg seit Beginn des Jahres.

Erst vergangene Woche wurde bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher ETA-Terroristen ein Polizeiinspektor getötet. Der Spengsatz explodierte unter dem Auto des Antiterrorfahnders. Es war der erste tödlicher Anschlag seit fast sieben Monaten. Nach dem Antritt der neuen baskischen Regierung hatte die ETA mit einer neuen Welle des Terrors in Spanien gedroht. Gestern kündigte die Untergrundorganisation in einem Strategiepapier an, ihren bewaffneten Kampf solange fortführen zu wollen, bis das Baskenland unabhängig sei. Außerdem wies sie darauf hin, einen politischen Zusammenschluss gründen zu wollen. Bei dem gewaltsamen Kampf der ETA sind in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen.