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Michael Jackson: Licht und Schatten

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Michael Jackson: Licht und Schatten

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Berühmt ist Michael Jackson schon, bevor er weltberühmt ist: Als Kind und als Jugendlicher hat er Hit auf Hit – zusammen mit mehreren Brüdern als die Jackson Five, dann als die Jacksons.

Nebenbei die ersten Soloplatten, 1982 dann der Welterfolg mit “Thriller”, bis heute wohl das meistverkaufte Album aller Zeiten – darauf Hits wie “Beat It” oder “Billie Jean”. Etwas noch nie Dagewesenes sind auch die Videos zu diesen Liedern. Und Jackson steuert zu den Klängen von “Billie Jean” noch eine Besonderheit bei: seinen legendären Tanzschritt, den Moonwalk. Michael Jackson ist nun ganz oben; aber dann macht zunehmend sein Privatleben die Schlagzeilen, kaum noch die Musik. Zweimal ist er kurz verheiratet: Zuerst mit Lisa-Marie Presley, der Elvis-Tochter, dann mit der Krankenschwester Debbie Rowe – mit ihr hat er zwei Kinder. Die Mutter eines dritten Kindes ist unbekannt; es ist das Kind, mit dem er bei einem Berlin-Besuch für Aufsehen sorgt, als er es über die Brüstung des Hotelbalkons hält. Ob diese Ehen nur für die Schlagzeilen sind, ob die Kinder von ihm stammen – über alles wird spekuliert, alles bleibt unbekannt. Inzwischen gilt er ohnehin nicht mehr unbedingt zuerst als “King of Pop”, sondern eher als “Wacko Jacko”, der Durchgeknallte – dank zahlreicher Gesichtsoperationen oder der Freundschaft zu seinem Schimpansen. Seine immer bleicher werdende Haut führt er selbst dagegen auf eine seltene Erkrankung zurück. Aber es braut sich ernsteres Unheil zusammen. Auf sein Anwesen Neverland – der Name stammt aus einem Kinderbuch – mit Zoo und Vergnügungspark lädt Jackson immer wieder Kinder ein, die hier auch übernachten – mitunter sogar in seinem Bett. Zweimal führt das zu Beschuldigungen, er habe Jungen missbraucht: Einmal wird der Vorwurf in einem millionenschweren Vergleich außergerichtlich beigelegt, im zweiten Fall wird Jackson vor vier Jahren freigesprochen. Dazu kommen enorme Geldprobleme: Das bevorstehende Comeback in London sollte ihn daraus befreien – ihn aber auch nach langer Zeit wieder als das zeigen, was seinen Ruhm einmal ausmachte: als Musiker.