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Vorläufig Ruhe im Iran

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Vorläufig Ruhe im Iran

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Die Massendemonstrationen gegen den Ausgang der iranischen Präsidentenwahl sind fürs erste vorbei: Auch wenn die Opposition das Ergebnis anzweifelt, kann sie gegen die Wiederwahl von Machmud Achmadinedschad nichts ausrichten.

Der unterlegene Kandidat Mir Hussein Mussawi hat seine Anhänger erneut aufgefordert, bei Protesten nicht gegen Gesetze zu verstoßen oder ihr Leben zu riskieren. Niemand solle behaupten können, die Bewegung werde aus dem Ausland gesteuert. Bei den Protesten seit der Wahl vor zwei Wochen sind nach offiziellen Angaben etwa zwanzig Menschen getötet worden. Regierungsgegner nennen weit höhere Zahlen. Das einzige bekannte Opfer ist die Neda genannte Frau, die offenbar als Unbeteiligte erschossen wurde. Ein Medizinstudent, der sie retten wollte, beschuldigt ein Mitglied der religiösen Bassidsch-Miliz, sie umgebracht zu haben. Anhänger von Mussawi wollen heute Ballons aufsteigen lassen, mit einer Aufschrift, die an die junge Frau erinnert.