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Albanien vor schwieriger Wahl

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Albanien vor schwieriger Wahl

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Die Allianz für den Wandel gegen die Union für den Wandel – das ist die Wahl, die die Albaner morgen haben, wenn sie die Abgeordneten für ihr neues Parlament bestimmen.

Große Unterschiede gibt es kaum, die Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus, zwischen den konservativen Demokraten einerseits und den Sozialisten, den ehemaligen Kommunisten, andererseits. Für die Demokraten steht Sali Berisha, der Regierungschef, früher auch schon Staatspräsident. Das gegnerische Linksbündnis wird geführt von Edi Rama, dem Oberbürgermeister der Hauptstadt Tirana. Die Regierung kann auf Fortschritte verweisen, wie den Beitritt zur NATO oder das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre. Dieses Wachstum hat sich in der Krise allerdings erheblich abgeschwächt: Für dieses Jahr sieht der Internationale Währungsfond nur noch ein halbes Prozent voraus. Berisha verspricht nach dem NATO-Beitritt nun auch den zur EU. Allerdings hapert es vorerst sogar noch mit der Visafreiheit – für viele Albaner im Ausland eine wichtige Sache und für die Opposition ein Angriffspunkt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre haben die Europäische Union und die USA Albanien nun ermahnt, nur eine korrekte Wahl könne es näher an die EU heranführen. Einige hundert Beobachter werden die Wahl überwachen.