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Extremistische Gruppen legen Waffen nieder

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Extremistische Gruppen legen Waffen nieder

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Die Nordirischen Untergrundorganisationen “Ulster Volunteer Force” und “Ulster Defence Association” beenden ihren bewaffneten Kampf.

In den vergangenen Jahren sollen die beiden extremistischen Gruppen etwa 1000 Menschen getötet haben. Die Führung der protestantischen Untergrundorganisationen Ulster Volunteer Force gab bekannt, dass sie nicht mehr als terroristische Organisation existieren werde und die Waffen niedergelegt habe. Die Ulster Defence Association sagte, sie habe mit der Entwaffnung begonnen. “Das ist wirklich ein großer Tag in der Geschichte Nordirlands. Die Entwaffnung der Ulster Volunteer Force zeigt, dass friedliche und stabile Demokratie der richtige Weg für unser Land sind”, sagte Dawn Purvis, die Vorsitzende der Progressive Unionist Party. Bereits im Sommer 2005 hatte die Gegenseite, die katholische Terrororganisation IRA, ihre Waffen abgegeben. Im vergangenen Herbst hatten die beiden protestantischen Gruppierungen ebenfalls mit der Entwaffnung begonnen. Der Prozess erlitt jedoch einen herben Rückschlag, als republikanische Splittergruppen im März einen Polizisten und zwei britische Soldaten töteten. Die Entwaffnung der protestantischen Gruppen gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Normalität in Nordirland.