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G8 beraten über Afghanistan

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G8 beraten über Afghanistan

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Im italienischen Triest geht an diesem Samstag führenden Industriestaaten und Russlands zu Ende. Bestimmendes Thema war zunächst die Lage im Iran. Die G8 appellierten an die Führung in Teheran, fundamentale Menschenrechte zu achten und nach einer friedlichen Lösung der Krise zu suchen. Auf Druck Russlands wurde die “volle Achtung der iranischen Souveränität” betont. Seit dem Vorabend es in Triest um Afghanistan, wo im August ein neuer Präsident gewählt wird. Die 45 Teilnehmer des Treffens, darunter zahlreiche Geberländer sowie Vertreter Afghanistans und Pakistans, wollen im Laufe des Tages eine gemeinsame Erklärung verabschieden. Darin sollen alle Probleme angesprochen werden, die der Region zu schaffen machen. Erst gestern wurden bei Gefechten zwischen der Internationalen Schutztruppe ISAF und Kämpfern der islamistischen Taliban mindestens 30 Aufständische getötet. Die ISAF hatte kürzlich einen der bislang größten Militärangriffe auf Stellungen der Taliban begonnen. Ein weiteres Problem ist die Armut in Afghanistan, die zu Drogen- und Waffenschmuggel führt. Außerdem wollen die Außenminister in Triest über die Lage der rund 2,5 Millionen Flüchtlinge beraten, die vor der Offensive der Armee gegen die Taliban im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans geflohen sind.