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Gewalt prägt Präsidentenwahl in Guinea-Bissau

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Gewalt prägt Präsidentenwahl in Guinea-Bissau

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Nach einem von Gewalt geprägten Wahlkampf sind die Bürger des afrikanischen Staates Guinea-Bissau heute aufgerufen, einen neuen Staatspräsidenten zu wählen. Die Abstimmung wurde notwenig, als Anfang März Soldaten den damaligen Präsidenten João Bernardo Vieira töteten. Dies war anscheinend ein Racheakt für den Tod des Generalstabschefs, der kurz zuvor ermordet worden war. Die Europäische Union hat Wahlbeobachter in das westafrikanische Land entsandt. Während des Wahlkampfs wurde ein Kandidat von der Armme getötet. Wegen der bedrohlichen Lage zog ein Kandidat seine Bewerbung zurück. Elf Kandidaten stehen nur zur Wahl. Sollte keiner in der ersten Runde gewinnen, muss eine Stichwahl stattfinden. Guinea Bissau ist eine frühere portugiesische Kolonie. Das westafrikanische Land gehört zu den ärmsten der Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Einwohner beträgt nicht einmal fünfzig Jahre. Der ermordete General und der ebenfalls getötete Präsident sollen Rivalen auf dem Drogenmarkt gewesen sein. Guinea-Bissau gilt als eine Drehscheibe des internationalen Drogenhandels.