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Italien führt vorübergehend Passkontrollen ein

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Italien führt vorübergehend Passkontrollen ein

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Italien hat wegen des G8-Gipfels die Passkontrollen an den Grenzen wieder eingeführt. Das Schengener Abkommen, mit dem diese Kontrollen abgeschafft wurden, ist bis zum 15.Juli aufgehoben. Das Treffen der G8 – der Gruppe der acht führenden Industrieländer – findet vom 8. bis 10. Juli in L’Aquila in der Region Abruzzen statt. An Flughäfen und anderen Grenzübergängen müssen Reisende nun wieder mit einer Passkontrolle rechnen. Es habe schon in den ersten Stunden der Kontrollen Probleme gegeben, sagte ein Beamter der Grenzpolizei am Flughafen Fuimicino bei Rom: Reisende seien ohne gültige Papiere eingetroffen. Polizeigewerkschaften protestierten gegen die Maßnahme: Dafür gebe es nicht genug Beamte an den Kontrollstellen, hieß es. An Autobahn-Grenzübergängen kam es bereits zu Staus: Er habe den Eindruck der Gipfel sei nach Ljubljana verlegt worden, sagte ein Autofahrer an der slowenischen Grenze, eine andere Erklärung falle ihm dazu nicht ein. Er habe mehrere Stunden warten müssen – und dies bei der Ausreise nach Slowenien. Die Anarchisten seien doch wohl auf dem Wege nach Italien, und nicht umgekehrt? Ursprünglich sollte die Konferenz in Sardinien stattfinden, doch nach den Erdbeben in den Abruzzen im vergangenen April wurde sie in die schwer betroffene Region in Mittelitalien verlegt – als Zeichen der Solidarität.