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Iran lässt Angestellte der britischen Botschaft frei

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Der Iran hat fünf der neun festgenommenen Angestellten der britischen Botschaft wieder freigelassen. Dies teilte das Außenministerium in Teheran mit; zuvor habe es ein klärendes Telefongespräch der beiden Außenminister David Miliband und Manuchehr Mottaki gegeben. Den Festgenommenen war vorgeworfen worden, in die Proteste der Opposition gegen die Präsidentenwahl am 12.Juni verwickelt zu sein. Die iranische Regierung beschuldigt den Westen generell, vor allem aber Großbritannien, hinter den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu stecken. Am Sonntag war es in Teheran wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen – nach Tagen der Ruhe. Da politische Kundgebungen verboten sind, wagen sich kaum noch Oppositionelle auf die Straße. Die Polizei setzte nach Augenzeugenberichten Tränengas ein – gegen tausende Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi. Im Internet wurden erneut Amateurvideos von einzelnen Zwischenfällen gezeigt; einige zeigen angeblich Zusammenstöße vor einer Moschee in Teheran, vor der sich mehr als eintausend Menschen versammelt hätten. Ein Mitarbeiter Mussawis habe dort mittels Mobiltelefon und Lautsprechern eine Ansprache Mussawis übertragen, hieß es.