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Mit Ponzi-Schema Anleger um Milliarden geprellt

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Mit Ponzi-Schema Anleger um Milliarden geprellt

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US-Medien nennen ihn “das Monster”. Betrug im großen Stil und jahrzehntelang: der einstige Investmentbanker Bernard Madoff hat Tausende Anleger um ihr Geld gebracht und sich selbst bereichert.

Madoffs Geschäftsmodell basierte auf einem Ponzi-Schema, einem betrügerischen Schneeballsystem, das nur funktioniert, wenn es immer neue Investoren gibt. Zunächst wurden Zinserträge noch mit dem Geld neuer Investoren ausgezahlt. Solange die Kurse an den Börsen nach oben gingen, war alles in Butter. Die Opfer glaubten an ihre Kursgewinne, – die Kontoauszüge will Madoff später alle selbst – und allein – gefälscht haben. In den USA zählen Wohltätigkeitsorganistation und Sportvereine zu den Opfern, Museen, Hochschulen, Stiftungen, ebenso wie Prominente wie Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel. Und auch Hollywood blieb nicht verschont. Regisseur Steven Spielberg soll groß investiert und groß verloren haben. Doch Madoff hatte es nicht nur auf die Superreichen abgesehen, – auch wohlbetuchte Rentner waren für ihn interessant, die er etwa beim Golfspielen kennenlernte. Rentner Arnold Sinkin aus Florida sagt: “Das hätten unsere Goldenen Jahre werden sollen. Innerhalb von 48 Stunden war alles weg.” Von umgerechnet 9,2 Milliarden Euro Schaden kann mit Sicherheit ausgegangen werden. Nur 850 Millionen konnten bisher – aus dem Verkauf von Madoff-Besitz – an Investoren zurückgezahlt werden. Auf 46 Milliarden wird der Betrug geschätzt. Wegen des Umfangs und der weltweiten Verflechtung gibt es keine sicheren Zahlen. Bernard Madoff hat der Gier am Finanzplatz Manhattan einen neuen Namen gegeben: seinen eigenen.