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Neuer Präsident in Honduras bildet Regierung

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Neuer Präsident in Honduras bildet Regierung

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Nach dem Sturz des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya hat der Nationalkongress den Parlamentsvorsitzenden Roberto Micheletti zum Interims-Staatschef bestimmt. Micheletti soll das mittelamerikanische Land bis zu Neuwahlen im November regieren. Micheletti erklärte, die Amtsübernahme sei verfassungskonform.

Weder Barack Obama noch Hugo Chavez hätten das Recht, dem Land zu drohen. Der vor vier Jahren gewählte Zelaya war überraschend von den Streitkräften festgenommen und nach Costa Rica gebracht worden. Seine Gegner werfen ihm vor, das Land in das Lager der linksgerichteten Staaten unter der Führung Venezuelas und Kubas geführt zu haben. Zelaya sagte, er sei Präsident der honduranischen Bevölkerung und nur die Honduraner dürften ihn aus dem Amt entfernen oder ihn damit betrauen. Eine Guerilla-Gruppe habe dieses Recht nicht. Diese könne ihm das moralische Recht nicht nehmen, das honduranische Volk zu vertreten. Auch wird ihm vorgeworfen, er habe eine Volksbefragung über eine neue Verfassung durchsetzen wollen. Der Interimspräsident begann inzwischen mit der Bildung einer neuen Regierung. In der Hauptstadt Tegucigalpa wurde eine zweitägige Ausgangssperre verhängt.