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Neuer Protest in Teheran

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Neuer Protest in Teheran

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Wieder sind es Amateurbilder, die die Lage in Iran zeigen sollen: Trotz Verbots haben sich demnach mindestens tausend Menschen für Mir Hussein Mussawi versammelt, den Verlierer der Präsidentenwahl.

Irans Geheimdienstminister Gholamhossein Mohseni-Edschei ist aber der nächste offizielle Vertreter, der Mussawis Vorwurf der Wahlfälschung bestreitet: Es habe keinen organisierten Betrug gegeben, und schon gar keinen wahlentscheidenden. Seinerseits wirft Mohseni-Edschei Ländern wie den USA oder Großbritannien vor, sie wollten Iran destabilisieren. In der Hauptstadt Teheran wurden neun iranische Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen, einige sind wieder frei. Die EU fordert die Freilassung aller; stellvertretend sagt Tschechiens Außenminister Jan Kohout, Iran müsse mit den Feindseligkeiten gegen EU-Staaten und ihre Bürger aufhören und auch den festgehaltenen europäischen Journalisten freilassen. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, in die Proteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl verwickelt zu sein. Einzelheiten sind nicht bekannt. Beide Länder hatten letzte Woche auch schon gegenseitig Diplomaten ausgewiesen.