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Proteste in Honduras gegen Sturz des linken Präsidenten

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Proteste in Honduras gegen Sturz des linken Präsidenten

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In Honduras haben Anhänger des gestürzten Präsidenten versucht, mit Barrikaden das Militär aufzuhalten. Die Soldaten hatten gestern mit einem Putsch den linksgerichteten Präsident Manuel Zelaya entmachtet und außer Landes gebracht. Hunderte seiner Anhänger strömten in das Zentrum der Hauptstadt Tegucigalpa, um ihn zu unterstützen. Unterdessen wurde in der Nationalversammlung Parlamentspräsident Roberto Micheletti als amtierender Staatschef vereidigt. Hintergrund des Putsches ist das Bestreben des gewählten Präsidenten, sich mittels Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit zu ermöglichen. Er sei der Präsident von Honduras, und nur das Volk könne ihn absetzen, betonte Zelaya. Die putschenden Soldaten könnten ihm nicht die moralische Kraft nehmen, das Volks von Honduras zu vertreten. Zelaya äußerte sich in Costa Rica, wohin ihn das honduranische Militär gebracht hatte. Nach kurzem Aufenthalt reiste der entmachtete Präsident nach Nicaragua weiter. Dort wurde er von den gleichfalls linksgerichteten Präsidenten Nicaraguas und Venezuelas, Daniel Ortega und Hugo Chavez begrüßt. Zelaya will heute in Nicaragua an einer Konferenz von Staatschefs linksorientierter Länder Mittelamerikas teilnehmen.