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Tod in Viareggio. Fragen nach Unglücksursache

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Tod in Viareggio. Fragen nach Unglücksursache

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Im Flammeninferno mitten in Viareggio sind bisher 16 Menschen gestorben. 27 Personen liegen teilweise schwerverletzt in den umliegenden Krankenhàusern. In der Nacht war ein mit Flüssiggas betankter Kesselwaggon im Bahnhof des beliebten toskanischen Ferienortes explodiert. Mehrere Häuser gingen vollständig in Flammen auf, andere Gebäude wurden schwer beschädigt.

Rund 1000 Menschen mußten evakuiert werden. Sie verbrachten die Nacht in Notunterkünften, wurden medizinisch und psychologisch betreut. Noch dürfen sie nicht in ihre Häuser zurück, da Experten prüfen, ob die Gebäude durch die gewaltige Explosion keinen Schaden genommen haben und sicher sind. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi war zum Unglücksort gekommen, hatte seine Teilnahme am Treffen der Afrikanischen Union in Libyen abgesagt. Freundlich wurde er von einigen Anwohnern nicht empfangen. Bei einer eilig anberaumten Pressekonferenz versprach Berlusconi den Opfern schnelle Hilfe. Und das es Extrageld für den Wiederaufbau ihrer Häuser gibt. Ansonsten verwies er darauf, dass die Sicherheitsbestimmungen beim Transport der gefährlichen Fracht, von der Betreiberfirma vollständig eingehalten wurden. Die Bahnarbeitergewerkschaft hat in der Region Toskana heute zum Streik aufgerufen. Sie verlangt höhere Sicherheitsstandards bei Gefahrgut-Transporten. In den Krankenhäusern schweben noch 13 Menschen in Lebensgefahr. Sie waren mit schwersten Brandverletzungen eingeliefert worden.