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Erdbeben vor dem G8-Gipfel


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Erdbeben vor dem G8-Gipfel

Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Italien hat die Erde in den Abbruzzen erneut gebebt. Rund um den Tagungsort L’Aquila wurden Erdstöße bis zur Stärke 4,1 registriert. Verletzt wurde bislang niemand. Das neuerliche Beben fiel genau in die Vorbereitungen zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten und Russlands.

Nach dem verheerenden Beben vom 6. April mit rund 300 Toten hatte Italiens Regierungschef Berlusconi den G8-Gipfel in die Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila verlegt – in eine Kaserne, die das große Beben weitgehend unbeschadet überstanden hat. Ursprüngliche sollte er in Sizilien stattfinden. Dieser Akt der “Solidarität” bringe Geld für den Wiederaufbau in den Abruzzen, hatte Berlusconi erklärt. Ein Regierungssprecher sagte: “Nach dem Gipfel werden einige Gebäude, die für dem Gipfel wiederaufgebaut wurden, von bislang Obdachlosen genutzt werden können. Solange, bis bis sie in ihre neuen Häuser einziehen können.” Die Einwohner, von denen sich viele in einer Bürgerbewegung zusammengeschlossen haben, sind da kritischer: Für die Regierenden werde da eine Art Potemkinsches Dorf errichtet: “Das historische Zentrum der Stadt ist immer noch nicht wieder aufgebaut. Gleichzeitig werden teure Bauten mit atemberaubender Geschwindigkeit errichtet. Wir glauben nicht, dass es eine gute Idee ist, den G8-Gipfel hier abzuhalten.” Gastgeber Berlusconi lässt sich davon offenbar nicht beeindrucken. Und wenn während des Gipfels die Erde beben sollte, dann stehen sogar Hubschrauber bereit, um die Staats- und Regierungschefs in Sicherheit zu bringen.

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