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Konflikt mit Iran weitet sich aus

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Konflikt mit Iran weitet sich aus

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Der Konflikt um die britische Botschaft in Teheran weitet sich aus. Als Protest haben jetzt alle 27 EU-Staaten den jeweiligen iranischen Botschafter in ihrem Land einberufen. Weitere Schritte wie die Verweigerung von Visa oder die Abberufung ihrer eigenen Botschafter aus Teheran behalten sie sich je nach Lage vor.

Am Wochenende waren neun iranische Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen worden. Zwei von ihnen sind immer noch in Haft. Ajatollah Achmed Dschannati, der Vorsitzende des Wächterrats – des höchsten Gremiums im Iran – kündigte an, dass die Botschaftsmitarbeiter vor Gericht kämen. Ihnen wird vorgeworfen, sie seien in die Proteste gegen den Ausgang der Präsidentenwahl verwickelt gewesen. Dschannati zufolge haben sie ihre Beteiligung gestanden. Die Massenproteste im Iran letzten Monat hatten sich am Wahlergebnis entzündet. Der unterlegene Mir Hussein Mussawi und ein weiterer Kandidat zweifeln ihre deutliche Niederlage an und wollten eine neue Abstimmung erreichen. Der Wächterrat hat das Ergebnis aber bestätigt, die Proteste wurden niedergeschlagen. Amtsinhaber Machmud Achmadinedschad kann somit für weitere vier Jahre regieren. Die iranische Führung macht für die Proteste nach der Wahl ausländische Mächte verantwortlich. Vor allem Großbritannien wurde dabei von Beginn an angegriffen.