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Schweinegrippe: WHO mahnt zu Wachsamkeit

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Schweinegrippe: WHO mahnt zu Wachsamkeit

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Die Weltgesundheitsorganisation mahnt weiter zur Wachsamkeit gegenüber der Schweinegrippe. Die Krankheit sei vermutlich nur mäßig gefährlich, doch die Weltgemeinschaft habe sie noch nicht im Griff.

Nach Angaben der WHO könnte schon nächsten Monat ein Impfstoff entwickelt sein; man verhandele mit zwei Firmen über die Herstellung. Bis zu einer Anwendung werde aber noch mehr Zeit vergehen. Aus weit mehr als hundert Ländern seien Fälle bekannt, sagt WHO-Chefin Margaret Chan. Das zeige, dass eine weltweite Ausbreitung nicht aufzuhalten sei, wenn ein pandemischer Erreger erst einmal auftauche. Großbritannien ist in Europa mit Abstand am stärksten betroffen, mit weit über siebentausend Fällen und jetzt vier Toten. Die britische Regierung hat es aufgegeben, die Krankheit eingrenzen zu wollen. Der neue Schwerpunkt liegt hier nun auf der Behandlung. Die Zahlen seien von Tag zu Tag gestiegen, sagt Simon Tanner, der Verantwortliche für die Stadt London. Die Ärzte würden sich nun auf ihre Erfahrung verlassen und nicht mehr jeden Patienten einzeln auf den Erreger testen. Das gelte jetzt auch für ganz Großbritannien. In Deutschland sind inzwischen fast fünfhundert Fälle bestätigt, in der Schweiz rund siebzig, in Österreich sechzehn. Weltweit sind inzwischen drei Fälle bekannt, in denen das Grippemittel Tamiflu nicht gewirkt hat – dem Hersteller zufolge liegt eine solche Resistenz aber im normalen Bereich.