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"Yemenia" unter Druck

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"Yemenia" unter Druck

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Drei Tage nach dem Flugzeugabsturz vor den Komoren wächst der Protest gegen die jemenitische Fluggesellschaft Yemenia. Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle haben aufgebrachte Komorer gegen die Fluggesellschaft protestiert. Sie werfen Yemenia den Einsatz «fliegender Särge» auf den Anschlussflügen außerhalb Europas vor. Die Protestierer forderten die französische Politik zum Handeln auf. Ein Sprecher der Protestierer sagte: “Wir fordern die französischen Behörden auf, uns zu helfen. Air France soll während der Ferienzeit in den kommenden drei Monaten die Flüge zu den Komoren übernehmen. Die Fluggäste haben ein Recht auf einen sicheren Flug.”

Yemenia hat als Reaktion auf die Proteste ihre Flüge von und nach Marseille eingestellt. Frankreich drohte der Airline jetzt mit der Aufnahme in die Schwarze Liste der EU. Unterdessen geht vor den Komoren die Suche nach Opfern und Wrackteilen weiter. Die Wahrscheinlichkeit, noch Überlebende im Meer zu finden, gilt als gering. Die jemenitische Maschine vom Typ A310 war in der Nacht zum Dienstag mit 153 Menschen an Bord kurz vor der Landung auf den Komoren aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt. Unter den Opfern sind 66 Franzosen, viele von ihnen mit komorischen Wurzeln.