Eilmeldung

Eilmeldung

Mehr als 140 Tote bei Unruhen in Xingjiang

Sie lesen gerade:

Mehr als 140 Tote bei Unruhen in Xingjiang

Schriftgrösse Aa Aa

Bei Zusammenstößen zwischen muslimischen Uiguren und Chinesen in der nordwestchinesischen Provinz Xingjiang sind mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen. Offiziellen Angaben zufolge steigt die Anzahl der Opfer. Mehr als 800 Personen wurden verletzt. Bei den Auseinandersetzungen in der Provinzhauptstadt Ürümqi wurden zahlreiche Geschäfte und Autos zerstört. Unklar ist der Auslöser der Gewalttätigkeiten.

In Xingjiang leben etwa acht Millionen Uiguren. Seit sich Peking das Gebiet in den fünfziger Jahren einverleibte und Han-Chinesen ansiedelte, kämpfen die Uiguren für die Unabhängigkeit des früheren Ost-Turkestans. Vier Uiguren-Gruppen wurden zu terroristischen Vereinigungen erklärt. Das Gebiet ist etwa fünfmal so groß wie Deutschland und reich an Bodenschätzen. Nach Angaben von Amnesty International wurden seit Mitte der neunziger Jahre über 3000 Uiguren verhaftet und mehr als 200 hingerichtet.