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Erfolgreicher Obama-Besuch in Moskau

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Erfolgreicher Obama-Besuch in Moskau

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Die Obamas besuchen die Medwedjews: Es gibt Blumen und ein gemeinsames Essen im Landsitz des russischen Präsidenten, um einen erfolgreichen ersten Besuchstag seines amerikanischen Kollegen abzurunden.

Zu diesem Tag gehören die Unterschriften unter eine Erklärung, wonach beide Seiten ihre strategischen Kernwaffen weiter abbauen wollen. Der eigentliche Vertrag soll zum Jahresende fertig sein, wenn das jetzige Abkommen ausläuft. Die Präsidenten betonen Gemeinsamkeiten, nennen aber auch Unterschiede. “Wir haben offen über Georgien geredet”, sagt Barack Obama; “und ich habe bekräftigt, dass seine Souveränität und seine Staatsgrenzen geachtet werden müssen. Aber bei all dem sind wir uns doch einig, dass niemand ein Interesse an einer neuen militärischen Auseinandersetzung hat.” Georgien ist vorerst kein Stolperstein: Allerdings kann der Abrüstungsvertrag daran scheitern, dass Russland nur verhandeln will, wenn es dabei auch um die geplante Raketenabwehr der Amerikaner in Polen und Tschechien geht. “Keiner sagt, dass eine Raketenabwehr an sich etwas Schlechtes ist oder jemanden bedroht”, meint Dmitri Medwedjew. “Die Frage ist, wie man das mit den Interessen anderer Länder verbindet. Anders als in den letzten Jahren ziehen sich unsere amerikanischen Partner jetzt aber erst einmal zurück, prüfen die Lage und legen dann ihre endgültige Haltung fest.” Aus amerikanischer Sicht besonders erfreulich: Künftig dürfen durch russischen Luftraum Soldaten und Waffen nach Afghanistan gebracht werden, und das kostenlos. Für die USA ist das eine wichtige Hilfe: Andere Nachschubwege sind politisch oder militärisch zunehmend unsicher geworden.