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Letzte Ruhe für den King of Pop

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Letzte Ruhe für den King of Pop

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Der King of Pop findet seine letzte Ruhe. Begleitet von zentausenden, vielleicht hunderttausenden Pilgern. Frühmorgens um 8 Uhr Ortszeit – in Europa ist das um 17 Uhr nachmittags – wollen Freunde und Familie Abschied von Michael Jackson nehmen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Auf dem Prominentenfriedhof Forest Lawn in Los Angeles, unweit der Disney-Studios, soll Bambi, wie er von seinen Fans genannt wurde, beerdigt werden. Viele campieren dort seit Tagen in ihren Autos.

Zwei Stunden später beginnt im Staples-Center die offizielle Trauerfeier mit Stars wie Mariah Carey und Stevie Wonder. 11.000 glückliche Lotterie-Gewinner dürfen die Feier in der Halle verfolgen: “Dass die Jackson-Familie das für die Fans auf die Beine gestellt hat, während sie selbst trauert, dafür will ich ihnen danken, das ist sehr wichtig”, sagt eine der Glücklichen. “Es fühlt sich an wie Familie”, sagt ein anderer Fan, “alle sind hier aus dem gleichen Grund. Egal mit wem, egal, was es sonst an Problemen gibt, wenn du “Thriller”, “Beat it” oder “P.Y.T.” hörst, kannst du nur schreien – es ist unbeschreiblich.” Mehr als eineinhalb Millionen Fans hatten sich um die Freitickets beworben. Auf dem Schwarzmarkt kosten sie hunderte, ja tausende Dollar. Im Staples Center hatte Jackson für sein Comeback geprobt, das kurz vor seinem Tod verschoben wurde. Mit Jackson geht eine umstrittene Figur, immer wieder von Skandalen umwittert. Aber auch einer der erfolgreichsten Musiker: 750 Millionen Platten hat der King of Pop verkauft, geschätzte 750 Millionen Menschen werden seinen Abschied am Fernseher verfolgen.