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G-8-Treffen in Italien beginnt

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G-8-Treffen in Italien beginnt

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In Italien beginnt heute das Treffen der G-8-Länder – also von wichtigen westlichen Industriestaaten sowie Russland. Der Gipfel findet statt in L’Aquila, im Erdbebengebiet der Abruzzen. Nach dem Beben im April verlegte Italien das Treffen kurzerhand von einer Insel vor Sardinien in die betroffene Gegend.

Die Staats- und Regierungschefs wollen hier nun bis Freitag über Probleme wie Wirtschaftskrise oder Klimawandel beratem. Auch der Hunger auf der Welt soll eine Rolle spielen. “Wir wollen etwas zwischen zehn und fünfzehn Milliarden Dollar”, kündigt Gastgeber Silvio Berlusconi an, “um allen Hungernden in der Welt zu helfen.” Verstimmt ist der Regierungschef aber über einen Zeitungsbericht im britischen “Guardian”: Von chaotischer Vorbereitung war die Rede, Italien stand demnach kurz vor dem Rauswurf aus der G-8. Die USA hätten bei der Organisation einspringen müssen. Von einem Riesenschnitzer spricht jedoch Berlusconi. Bei diesen Ereignissen sei es um die Vorbereitung des G-20-Treffens im Herbst in Pittsburgh gegangen, also in den USA – damit wären die USA natürlich auch zuständig gewesen. Berlusconi nennt das einen “Riesenschnitzer einer kleinen Zeitung”. Der “Guardian” bleibt aber bei seiner Darstellung. Ab morgen sitzen in L’Aquila auch die so genannten Schwellenländer am Tisch, wie Brasilien oder Südafrika. Damit wird es allerdings ebenfalls wieder – wie von Deutschland und anderen angeregt – Diskussionen über die Zukunft der G-8-Gruppe geben: genauer gesagt, ob sie überhaupt eine hat.