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Massiver Polizeieinsatz schafft Ruhe in Xinjiang

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Massiver Polizeieinsatz schafft Ruhe in Xinjiang

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Ein Grossaufgebot von Sicherheitskräften hat nach der nächtlichen Ausgangssperre in der chinesischen Provinz Xinjiang die Ruhe weitgehend aufrechterhalten.
Zehntausende Polizisten und Soldaten waren in der Provinzhauptstadt Urumqi im Einsatz, um gewalttätige Zusammenstösse zwischen Han-Chinesen und der uigurischen Minderheit zu verhindern.  Sie bildeten Barrieren und schirmten die chinesischen und uigurischen Viertel voneinander ab.
 
Xingjiang ist eine der sensibelsten chinesischen Provinzen. Die dort lebenden Uiguren fühlen sich  von den Han-Chinesen, die mehr als 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen, diskriminiert. Bei Auseinandersetzungen am Sonntag starben 156 Menschen. Mehr als 800 wurden verletzt.  
 
Der Führer der kommunistischen Partei in Urumqi, drohte denjenigen, die bei den Ausschreitungen getötet hätten mit der Todesstrafe.
 
Trotz des massiven Sicherheitsaufgebotes flammte heute die Gewalt  vereinzelt wieder auf. Agenturen berichteten davon, dass Han-Chinesen mit Stöcken auf einen uigurischen Mann einprügelten.
 
Die Ausschreitungen vom Sonntag sind die schlimmsten, die Xinjiang seit Jahren erlebt hat. Wegen der angespannten Lage sagte der chinesische Staatspräsident Hu Jiantao seine  Teilnahme am G-8-Gipfeltreffen in L’Aquila ab.