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Milliardenstrafe für E.ON und Gaz de France

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Milliardenstrafe für E.ON und Gaz de France

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Der deutsche Energie-Konzern E.ON und seine Tochter E.ON Ruhrgas sowie ihr französischer Partner Gaz de France sind von der EU-Kommission zu einer Millardenstrafe verdonnert worden. Sie wirft ihnen illegale Absprachen und Behinderung des freien Wettbewerbs vor und verhängte gegen jeden der beiden je 553 Millionen Euro Geldbuße.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes begründete: Die Verbraucher auf zwei der großen Märkte in Europa hätten draufzahlen müssen, während die Unternehmen auf ihre Kosten Gewinne gemacht hätten. Dies sei eine Ausbeutung der Verbraucher durch Konzerne gewesen, die sowieso schon in einer privilegierten, profitablen Position waren. Die Kommission habe deshalb keine Alternative dazu gehabt, hohe Strafen zu verhängen. Die Behörde wirft den beiden Marktführern auf dem Gasmarkt vor, beim Bau der gemeinsamen Pipeline für Importe aus Russland vereinbart zu haben, dieses Gas nicht auf dem Heimatmarkt des Partners zu verkaufen. Daran hätten sie auch nach der Liberalisierung des Marktes noch bis 2005 festgehalten. Erstmals geht Brüssel im Energiesektor gegen Absprachen mit Bußgeldern vor. Beide Konzerne kündigten an, dagegen vor Gericht Einspruch einzulegen.