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Obama und Merkel besuchen Erdbebengebiet

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Obama und Merkel besuchen Erdbebengebiet

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den vom Erdbeben fast völlig zerstörten Ort Onna besucht. Dabei versprach sie dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, den Wiederaufbau der Kirche zu unterstützen. Deutschland fühlt sich dem Dorf verpflichtet. Während des Zweiten Weltkriegs hatten deutsche Truppen dort Zivilisten erschossen.

Auch andere Staaten beteiligen sich: Japan mit einer erdbebensicheren Sporthalle, Kanada beim Wiederaufbau der Universität von L’Aquila. Die Hauptstadt der Abruzzen wurde von US-Präsident Barack Obama besucht. Zuvor hatte er die guten beiderseitigen Beziehungen unterstrichen. Gleichzeitig kursieren Medienberichte, wonach Berlusconi in der offiziellen Pressemappe des Weißen Hauses abschätzig beschrieben wird. Dies war bereits beim vorigen G8-Gipfel der Fall. Auch drei Monate nach der Katastrophe leben 24.000 Menschen noch immer in Zelten. Dass der Gipfel für 50 Millionen Euro hierher verlegt wurde, löst bei vielen Betroffenen Bitterkeit aus. Bei dem Beben der Stärke 5,8 waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Wegen schlampiger Kontrollen am Bau geben viele den Behörden eine Mitschuld an der Katastrophe.