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Blutbad im Irak

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Terroristen haben binnen weniger Stunden mehr als 70 Zivilisten im Irak getötet. Ziel ihrer Anschläge, gut eine Woche nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen, waren Wohngebiete in denen schiitische Muslime leben, sowie Angehörige der religiösen Minderheit der Schabak. In dem 450 Kilometer von Bagdad entfenten Tel Afar rissen zwei Selbstmordattentäter 35 Menschen mit in den Tod. Nach Polizeiangaben waren die meisten Opfer Frauen und Kinder. 45 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt. Die Schabak in der Region hatten sich in den vergangenen Jahren mehrfach gegen Versuche der autonomen Kurdenregierung gewehrt, sie zu Kurden zu erklären.

Parlamentsabgeordnete verlangten nun von der irakischen Regierung, mehr Soldaten und Polizisten in die Region zu schicken, die als eine Hochburg der El-Kaida-Terroristen gilt. In Bagdads Schiiten-Vorstadt Sadr-City starben kurze Zeit später sechs Menschen. Auf einem belebten Markt detonierten fast zeitgleich zwei Bomben. 31 Menschen wurden nach Polizeiangaben teilweise schwer verletzt.