Eilmeldung

Eilmeldung

G8 verhandelt über Hilfen für arme Länder

Sie lesen gerade:

G8 verhandelt über Hilfen für arme Länder

Schriftgrösse Aa Aa

Auf dem G8-Gipfel geht es auch um hoch gesteckte Entwicklungsziele.

Während der Gespräche in L’Aquila soll vor allem auch in der Frage der gesicherten Nahrungsmittel- versorgung in ärmeren Teilen der Welt Fortschritt erzielt werden. Auch die Vereinten Nationen sind in Italien mit mehreren ihnen unterstehenden Organisationen vertreten. “Wir müssen vor allem den kleinen Bauern helfen”, so UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Rand des G8-Gipfels, “mit entsprechenden Saatgütern, Düngemitteln und Pestiziden. Dies sind alles Dinge, die ihrer landwirtschaftlichen Produktion unmittelbar zu Gute kommen.” Eines der Entwicklungsziele der G8-Staaten ist, daß die führenden Wirtschaftsmächte bis 2015 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für die Hilfe armer Länder zur Verfügung stellen. Doch vielen reicht das alleine nicht. “Bei der Frage nach ausreichender Nahrungsmittel- versorgung muß man auch über den Handel nachdenken”, so ein NGO-Vertreter. “Die Doha-Gespräche sind blockiert und in Europa zum Beispiel wird jede Kuh mit zwei Euro subventioniert. In anderen Teilen der Welt haben die Menschen am Tag weniger als zwei Euro, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.” Im vergangenen Monat hatte das Welternährungs-programm der Vereinten Nationen erklärt, die Zahl der hungerleidenden Menschen in der Welt habe eine Milliarde überschritten.