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Gespannte Ruhe in Chinas Uigurenprovinz

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Gespannte Ruhe in Chinas Uigurenprovinz

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Die Lage in der chinesischen Uigurenhauptstadt Urumqi hat sich entspannt. Die massive Präsenz von Polizei und Paramilitär sorgt dafür, dass Kämpfe zwischen Uiguren und Han-Chinesen nicht erneut aufflammen. Die Situation normalisere sich, Märkte und Straßen seien sehr viel belebter als noch am Mittwoch, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. Behörden kündigten an, die Unruhestifter hart bestrafen zu wollen, manche sogar zum Tode zu verurteilen. Einige Uigurinnen vermissen ihre Ehemänner, die angeblich von Sicherheitsbeamten mitgnommen wurden. Niemand wisse, wo die Männer seien, viele Menschen seien verschwunden, beklagen die Frauen.

Ein Amateurvideo zeigt Razzien der Sicherheitskräfte in Uigurenvierteln von Urumqi zu sehen. Es soll sich um dabei Verhaftungen möglicher Drahtzieher der Unruhen handeln. Bei den Zusammenstößen in der Krisenregion Xinjiang wurden seit dem Wochenende nach offiziellen Angaben 156 Menschen getötet. Exil-Uiguren sprechen hingegen von 800 Toten.