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Die Ergebnisse des G8-Gipfels im Überblick

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Die Ergebnisse des G8-Gipfels im Überblick

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Es war zweifelsohne der spektakulärste Moment des G8-Gipfels in L’Aquila.

US-Präsident Obama schüttelt dem libyschen Revolutionsführer Muamar Gadafi die Hand. Eine Geste, die für den diplomatischen Neuanfang stehen kann. Politisch waren die Ergebnisse gemischt: Zwei Tage lang stand das Thema Klimaschutz ganz oben auf der Tagesordnung, am Ende wurde ein Minimalziel erreicht. Die G8-Staaten und die Schwellenländer erkannten erstmals an, daß die Erderwärmung nicht höher als zwei Grad ausfallen darf – verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter. Zu weiteren Abmachungen etwa zum Thema weltweite CO2-Emissionen kam es nicht, zu unterschiedlich noch sind hier die Vorstellungen. Für die Ernährungshilfe wurden auf einer abschließenden Pressekonferenz 20 Milliarden Dollar versprochen. Dies entspricht 5 Milliarden mehr als vor dem Gipfel angestrebt. Diese sollen vor allem für die Förderung der Landwirtschaft eingesetzt werden. Zusagen dieser Art gab es allerdings in der Vergangenheit schon öfter, die betroffenen afrikanischen Entwicklungsländer sowie NGO-Vertreter kritisieren dabei jedoch regelmäßig, daß die zugesagten Hilfen noch nicht geflossen sind. Beim Kampf gegen die Armut wollen die G8-Staaten außerdem die Trinkwasserversorgung verbessern.