Eilmeldung

Eilmeldung

Kein öffentliches Freitagsgebet in Urumqi

Sie lesen gerade:

Kein öffentliches Freitagsgebet in Urumqi

Schriftgrösse Aa Aa

In der chinesischen Unruheregion XinJiang haben die Behörden die Moscheen geschlossen. Dort hätten sich heute die Uiguren zum traditionellen Freitagsgebet getroffen. Die Staatsgewalt befürchtet, dass größere Ansammlungen von Uiguren, weitere Ausschreitungen auslösen könnten. Die Gläubigen sind angewiesen worden, zu Hause zu beten.

“Jetzt gibt es kein Morgengebet, kein Freitagsgebet, wir dürfen nicht in die Moschee”, berichtet ein Uigure. Die Stimmung zwischen den Volksgruppen ist nach wie vor aufgeheizt. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete, Märkte und Straßen seien wieder sehr viel belebter. Mit einem massivem Polizeieinsatz versucht die Regierung Uiguren und Han-Chinesen auseinanderzuhalten. “Was soll ich sagen. Uiguren greifen Han-Chinesen an und umgekehrt. Was soll das? Ich hoffe wir können bald wieder ein friedliches Leben führen”, findet Gao Qilin, ein Han-Chinese, der im Stadtteil Erdaoqiao lebt. Der Konflikt in der Autonomen Region XinJiang schwelt schon seit Langem. Die wachsende Wohlstands-Kluft zwischen Uiguren und Han-Chinesen und die Zuwanderung von Han-Chinesen nähren diese Spannungen.