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Konflikt im Nordwesten Chinas schwelt weiter

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Konflikt im Nordwesten Chinas schwelt weiter

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Noch immer herrscht im Nordwesten Chinas der Ausnahmezustand. Nach Tagen blutiger Zusammenstöße zwischen Uiguren und Chinesen, blieben am Freitag fast alle Moscheen in der Unruheregion Xinjiang geschlossen. Nur die “Weiße Moschee” in der Provinzhauptstadt Urumqi war am Morgen für die Gläubigen geöffnet. Ein aufgebrachter Augenzeuge sagte: “Sie sagten uns, wir sollten schnell unser Gebet beenden und wieder nach Hause gehen und uns dort entspannen. Das ist doch wohl ein Scherz!” Ein weiterer Mann sagte, “Ich möchte nichts sagen, ich habe Angst vor den Chinesen, Angst vor der Regierung.” Am Morgen hatte es erneut eine Demonstration von Uiguren gegeben, die die Polizei gewaltsam auflöste. Überall in den Straßen sieht man Polizei und Militär. Nach offiziellen Angaben sind seit dem vergangenen Wochenende in der Region 156 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden.