Eilmeldung

Eilmeldung

Obamania in Ghana.

Sie lesen gerade:

Obamania in Ghana.

Schriftgrösse Aa Aa

Der US-Präsident besucht zum ersten Mal den schwarzafrikanischen Kontinent. Er hat sich Ghana ausgesucht. Akwaba Obama steht`s geschrieben, was soviel wie Willkommen heisst. Und die Ghanaer sind entsprechend aufgeregt, dass der amerikanische Präsident mit kenianischem Migrationshintergrund ausgerechnet ihr Land besucht. Doch dafür gibt es Gründe, weiß der Analyst Robert Rotberg: “Er hat sich für die symbolträchtige Reise Ghana ausgesucht, weil das Land eine demokratische Geschichte hat, weil es im letzten Jahre eine ordentliche Wahl durchführte und weil es ökonomisch prosperiert.”

Ende Dezember wurde in Ghana ein neues Parlament gewählt. Diese Wahl war ein Modell der Transparenz für ganz Afrika. Barack Obama wird sich in der Hauptstadt Accra mit Präsident John Atta-Mills treffen und eine mit Spannung erwartete Rede im Parlament über gute Regierungsarbeit halten. Ghana ist nicht nur eine Musterdemokratie auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch ein wichtiger strategischer Partner für die USA. Mit dem Besuch Obamas soll die Wirtschaft neue Impulse bekommen, es soll ein Paukenschlag für Investoren werden. An der Küste am Golf von Guinea sitzen heute ghanaische Erdölproduzenten. Sie wollen die Bodenschätze, das Schwarze Gold weiter ausbeuten. Diese Küste hat eine bittere Geschichte. Sie war früher ein Hauptumschlagsort, an dem Sklaven in die Alte und Neue Welt verschifft wurden. Nach Europa und Amerika. Für fast alle, eine Reise ohne Wiederkehr. Ein Führer durch das Gefängniss im Schloss hofft: “Obamas Besuch in dem Schloss wird historisch sein. Unsere Brüder und Schwestern in der Diaspora sollen wissen, dass sie eine Pflicht ihren Vorfahren gegenüber haben, Afrika zu besuchen.”