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Umwelt und Afrika auf der G8-Tagesordnung

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Umwelt und Afrika auf der G8-Tagesordnung

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Am dritten Tag des G8-Gipfels steht heute Afrika im Mittelpunkt. Giorgio Napoletano, der Präsident des Gastgeberlandes Italien und Regierungschef Silvio Berlusconi begrüßten darum den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi vor allem in seiner Funktion als Präsident der Afrikanischen Union – dem afrikanischen Pendant zur Europäischen Union. Thematisch soll es um den Plan gehen, Nahrungsmittelhilfen für Afrika zurück zu fahren und den armen Staaten im Gegenzug mehr Geld zu geben, um die dortige Landwirtschaft anzukurbeln.

Der vorherige Gipfeltag war mit einem halben Erfolg zu Ende gegangen: Zwar war es den G8-Staaten gelungen, auch die Schwellenländer auf das Ziel verpflichten, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Konkrete Vorgaben wollten sie aber nicht unterschreiben. US-Präsident Brack Obama hatte dafür – teilweise – Verständnis: Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise scheinen konkrete Umweltvorgaben im Widerspruch zu einen möglichen Aufschwung. Aber: Es geben die Wahl, entweder die Zukunft selbst zu schaffen – oder sie von Lauf er Ereignisse schaffen zu lassen. Während im Kongresszentrum noch um einzelne Klauseln des Umweltabkommens gefeilscht wurde, stahl draußen der US-Schauspieler George Clooney den Staats- und Regierungschefs die Show: zuerst rief er die Gipfelteilnehmer auf, mehr für Afrika zu tun, anschließend besuchte er die Erdbebenopfer in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila. Ein wenig Trost wollte er spenden und weihte einen Kinosaal ein.