Eilmeldung

Eilmeldung

Turkmenistan liefert Erdgas an Europäer

Sie lesen gerade:

Turkmenistan liefert Erdgas an Europäer

Schriftgrösse Aa Aa

Turkmenistan hat sich bereit erklärt, Gas für die Nabucco-Pipeline bereitzustellen.

Beobachter werten dies als wichtigen Durchbruch der Europäischen Union beim Versuch, das ehrgeizige Pipelineprojekt voran zu bringen. Nachdem Russland seine Gasimporte aus Turkmenistan im April komplett eingestellt hatte, gingen dem zentralasiatischen Staat schätzungsweise bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Monat verloren. Wie der turkmenische Präsident Berdymukhamedov mitteilte, sei das Land bereit, seine Gasreserven allen Kunden anzubieten, die daran Interesse zeigten – so auch den Europäern für die Nabucco-Pipeline. Das Projekt soll die EU unabhängiger machen von russischen Erdgas-Lieferungen. Besonders die osteuropäischen Staaten hatten sich nach den wiederholten Gas-Streitigkeiten Russlands mit der Ukraine für eine alternative Versorgung stark gemacht. Die Transitländer Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich wollen den Finanzierungsvertrag des rund 8 Milliarden teuren Projektes am 13. Juli in Ankara unter Dach und Fach bringen. Spätestens ab 2014 sollen dann bis zu 31 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich durch die neue Pipeline nach Europa strömen.