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Debatte um britischen Afghanistaneinsatz

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Debatte um britischen Afghanistaneinsatz

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Nach den neuen Todesmeldungen aus Afghanistan flammt in Großbritannien die Debatte um die Ausrüstung der Armee wieder auf. Kritiker sehen dort zum Beispiel zu wenige Hubschrauber und zu wenige gepanzerte Transporter, die gegen Sprengfallen schützen würden. Die Regierung bestreitet das und verspricht, die Soldaten bekämen alles, was sie bräuchten.

Andere geben zu bedenken, dass die britischen Möglichkeiten nun einmal begrenzt seien. Die Amerikaner hätten zehnmal so viele Leute dort und gäben zwanzigmal so viel aus, meint Rory Stewart, ein brítischer Afghanistankenner. Sie hätten Flugzeuge und Hubschrauber, davon würden die Briten nur träumen. Gerade hätten sie viertausend Luftlandetruppen eingesetzt: So etwas könne sich die britische Armee seit dem Zweiten Weltkrieg gar nicht mehr vorstellen. Neuntausend britische Soldaten sind in Afghanistan, mit einer Verstärkung für die Präsidentenwahl nächsten Monat. “Was die Briten leisten, ist entscheidend”, sagt der amerikanische Präsident Barack Obama. “Es ist kein amerikanischer Einsatz; für die Europäer ist der Einsatz in Afghanistan mindestens genauso wichtig wie für uns.” Acht britische Soldaten wurden diese Woche in Afghanistan getötet. Insgesamt sind es nun 184 Tote – und damit mehr, als auf britischer Seite im Irakkrieg ums Leben kamen.