Eilmeldung

Eilmeldung

Freiheit nach einem halben Jahr als Geisel

Sie lesen gerade:

Freiheit nach einem halben Jahr als Geisel

Schriftgrösse Aa Aa

Freiheit nach einem halben Jahr in Geiselhaft: Seit Anfang des Jahres war ein italienischer Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der Hand von Aufständischen auf den Philippinen. Jetzt haben die Entführer den 62-jährigen Eugenio Vagni freigelassen. Schon im April waren zwei Mitentführte freigekommen, eine Einheimische und ein Schweizer.

Der Gedanke an seine Familie habe ihn aufrechterhalten, sagt Vagni nun; es gebe einem große Kraft zu wissen, dass die Familie auf einen warte. Man passe sich einfach der Lage an, man habe ja auch keine Wahl; und so überstehe man alles. Nach offiziellen Angaben floss für die Freilassung kein Lösegeld. Die Armee bestreitet auch Berichte über einen Gefangenenaustausch. Dagegen bestätigt die Vize-Provinzgouverneurin einen solchen Austausch und sagt, das habe eine wichtige Rolle gespielt. Die Entführer gehören zu der islamistischen Gruppe Abu Sayyaf. Deren Mitglieder kämpfen mit Gewalt für einen moslemischen Staat auf den überwiegend katholischen Philippinen. Abu Sayyaf ist wegen spektakulärer Entführungen berüchtigt. So verschleppte die Gruppe im Jahr 2000 rund zwanzig Touristen, darunter die deutsche Familie Wallert aus Göttingen. Die Geiseln kamen erst Wochen später nach einer Lösegeldzahlung frei.