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Illegales Flüchtlingslager in Griechenland geräumt

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Illegales Flüchtlingslager in Griechenland geräumt

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Mit Bulldozern hat die griechische Polizei ein illegales Flüchtlingscamp in der Hafenstadt Patras dem Erdboden gleichgemacht. Seit Jahren lebten hier Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen, in Hütten aus Wellblech oder Plastikplanen. Die meisten von ihnen kommen aus Nordafrika und Asien. Rund 150 Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Die Polizei zeigte sich nach der Räumung zufrieden, Polizeichef Thanassis Davlouros sagte: “Die Aktion war ein Erfolg. Der Abriss dieses Lagers hat gut geklappt. Jetzt werden die nötigen Maßnahmen ergriffen, wie mit diesen Menschen weiter vorgegangen werden soll.” Die griechische Regierung hatte zuvor angedroht, härter gegen illegale Einwanderer vorgehen zu wollen. Die Flüchtlinge, unter ihnen 44 Minderjährige, sind zunächst in Flüchtlingslager außerhalb der Stadt gebracht worden. Patras gilt als Drehscheibe für illegale Migration. Von hier aus versuchen Schleuser, Menschen nach Westeuropa zu schmuggeln. Viele Flüchtlinge hoffen, mit einer Fähre weiter nach Italien zu kommen. Während der Razzia brach in dem Flüchtlingscamp ein Feuer aus. Nach offiziellen Angaben wurde aber niemand verletzt.