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Neue Präsidentin für Litauen

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Neue Präsidentin für Litauen

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Dalia Grybauskaite ist Litauens neue Staatspräsidentin. Die 53-Jährige Politikerin wurde heute im Parlament vereidigt. Sie löst den 82-jährigen Valdas Adamkus an der Staatsspitze ab, der das Amt mit kurzer Unterbrechung seit 1998 innehatte.

Die parteilose Grybauskaite war zuletzt bei der EU als Haushaltskommissarin. Im Mai gewann sie die Präsidentenwahl in ihrer Heimat haushoch, mit fast siebzig Prozent der Stimmen im ersten Durchgang. Sie ist das vierte Staatsoberhaupt, seit Litauen 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion errang. Die neue Präsidentin gilt als offen und direkt; vielleicht zu sehr, urteilt sie über sich selbst: Sie sage eben, was sie denke, und das gefalle nicht immer allen. Als Schwerpunkte ihrer Arbeit nannte sie nach der Vereidigung eine Reform des Rechtswesens und die Förderung kleiner Firmen. In der Außenpolitik geht es ihr stark um gute Beziehungen zu den Nachbarn, also auch zu Russland, das über die Exklave Kaliningrad an Litauen grenzt. Auch die Wirtschaft wird ihr vieles abverlangen: Litauen leidet sehr stark unter der Krise. In diesem Jahr wird die litauische Wirtschaft stark schrumpfen, voraussichtlich um etwa fünfzehn Prozent.